Beim Webinar ist eine Frage entstanden, die meiner Meinung nach nicht wirklich beantwortet wurde: Wie bringe ich meine Mitarbeiter dazu, sich im Social Intranet zu engagieren, wenn sie genug „echte“ Aufgaben haben?
Zufälligerweise habe ich neulich einen recht interessanten Artikel von einer russischen Kollegin zu diesem Thema gelesen, so dass ich hiermit versuchen möchte, auch meine Gedanken dazu zusammenzufassen:
| Vorteile für Mitarbeiter | Vorteile für Abteilungsleiter | Vorteile für Top-Management / Vorstand | |
| Demokratie im Unternehmen | Es ist möglich über Kommentare und Abstimmungen auf bestimmte Entscheidungen Einfluss zu nehmen. | Es ist möglich, über bestimmte Entscheidungen abstimmen zu lassen; Es ist möglich Feedback zu bestimmten bevorstehenden Entscheidungen, sowie zu News und Mitteilungen zu bekommen (Abstimmungen, Kommentare, Bewertungen). | |
| Auszeichnungen / Anerkennung | Expertenruf wird bestätigt durch sachliche Blogbeiträge und Kommentare | Es ist möglich, den Beitrag, den ein Mitarbeiter dem Unternehmen leistet, nachzuvollziehen; Außerdem ist es möglich nachzuvollziehen, wie der jeweilige Mitarbeiter von seinen Kollegen hoch angesehen wird (durch "Likes", Rankings, Anzahl von Freunden). | |
| Arbeitsplatzsicherheit / Loyalität der Mitarbeiter | Je mehr Erfahrungen und Fachwissen ein Mitarbeiter teilt, umso mehr Kollegen suchen seine Antworten/Ratschläge; Durch die rege Teilnahme an der internen Community wird die Arbeit des Mitarbeiters für die Vorgesetzten transparent (Die Vorgesetzten sehen, womit man gerade beschäftigt ist). | Gute (freundschaftliche) Beziehungen zu den Mitarbeitern können helfen die Loyalität der Mitarbeiter zu erhöhen. | |
| Eigener Status im Unternehmen / Autorität | Je mehr Erfahrungen und Fachwissen ein Mitarbeiter teilt, umso mehr Kollegen suchen seine Antworten/Ratschläge; Je mehr sinnvolle Information ein Mitarbeiter posten (Blog- und Forenbeiträge, Kommentare, Bewertungen, etc), um so mehr Einfluss gewinnt er unter seinen Kollegen. | Gute Möglichkeit seine Abteilung anderen Kollegen vorzustellen und mehr Transparenz zu schaffen. | Gute Möglichkeit seinen Mitarbeitern gegenüber Offenheit zu zeigen; Gute Möglichkeit persönliche Gedanken zur Mission und Zielen des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern zu teilen. |
| Erreichbarkeit von Kollegen | Je mehr Einfluss ich als Experte habe, umso mehr Möglichkeiten ich habe möglichst viele Kollegen (und Vorgesetzten) zu erreichen. | Einfache Möglichkeit alle Team-Mitglieder direkt zu erreichen, ohne die Gefahr, dass die Nachricht in der E-Mail-Flut untergeht. | Gute Möglichkeit alle Kollegen auf einmal zu erreichen. |
| Karriere und Aufstiegsmöglichkeiten | Durch die allgemeine Transparenz des Unternehmens bekommt der Mitarbeiter ein besseres Verständnis dafür, wie das Unternehmen funktioniert. Dadurch ist es einfacher Ziele zu setzen und Aufstiegschancen zu entdecken; Bessere Aufstiegschancen durch die Bestätigung des Expertenstatus. | Eine Art Datenbank für interne Rekrutierung. | |
| Verfügbare Ressourcen finden | Eine gute Möglichkeit einen Experten für eine bestimmte Frage zu finden; Eine gute Möglichkeit eine Frage zu stellen, auch wenn man nicht weiß, wer die richtige Ansprechperson ist. | Eine gute Möglichkeit für bestimmte Aufgaben passende Mitarbeiter auch in anderen Abteilungen zu finden. | Eine gute Möglichkeit verschiedene Meinungen und Standpunkte zu bestimmten Themen zu sammeln. |
| Nützliche Kontakte / Networking | Einfacher Weg seine Kollegen (aus anderen Abteilungen) kennenzulernen und "Connections" herzustellen, die man sonst nicht bekommen hätte. | Einfacher Weg die Mitarbeiter seiner Abteilung näher kennenzulernen; Einfacher Weg andere Kollegen bis hin zur Führungsetage kennenzulernen; Gute freundschaftliche Beziehungen zu den Mitarbeitern können helfen die Loyalität der Mitarbeiter zu erhöhen. | Möglichkeit den Mitarbeitern gegenüber Offenheit zu zeigen. |
Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit










Guten Tag!
Gute Zuammenfassung. Einfach aber sehr gut brauchbar weil - wie meistens üblich - keine buzz words verwendet worden sind. danke
by the way: Haben Sie schon die im Webinar zugesagten Slides bekommen? ich leider nicht:-(((
schönen Tag noch und lg
Hois Christian
PS: Ich habe auch noch keine Unterlagen vom Webinar bekommen. Ich fand aber, dass sie nicht unbedingt aufschlußreich waren. Das "Gespochene" war für mich wesentlich interessanter.
Hallo Herr Shulgin - eine gute Zusammenfassung.
Sie beschreiben den positiv gestalten Charakter, welcher schon angestrebt werden sollte. Mitarbeiter, wie Vorgesetzte, Inhaber (Vorstand).
Nun ist es leider aber auch wohl verbreitet, dass Mitarbeiter(innen) sich eben nicht überaus gern mitteilen. Vielleicht durch gemachte Erfahrungen, dass eigenes Wissen jemanden mitgeteilt, dieser sich auf die eigenen "Fahnen" schreibt und erfolgreich glänzt mit "Lohrbeeren" anderer. Dieser Umstand ist in einer nicht "social network" vernetzten Firma - viele sind es noch - weit verbreitet und reduziert erheblich das betriebliche Gesamtergebnis.
Hier in den Köpfen vieler die Wende einzuleuten ist eine Generationenaufgabe.
Erst die Facebook und Google Aktiven jüngeren haben hier auch die Vorteile erkannt.
So bringt das Social Network auch des Bitrix Intranet eben auch die "Älteren" inaktiven langsam an dieses Thema heran, da ihr Wissen, ihre Network-Einträge nun mehr im Betrieb öffentlich und als die ihren wiedererkannt werden. Andere sich somit nicht mehr "schmücken" können.
Hierdrin liegt ein ganz besonderes "Social Feature" - copyright hwplett
Beste Grüße,
Hans-Werner Plett
KREINA MEDIA